Der für unter 100 Euro zu habende Epson R220 bedruckt neben den für Tintenstrahler üblichen Dingen auch CD/DVD-Rohlinge mit geeigneter Oberfläche. Auf diese Funktion ist in meinem Test das Hauptaugenmerk gerichtet.
Die Treiber habe ich mir von der Epson-Internetseite geladen. Dort sind bereits die neuen Treiber für die IntelMacs verfügbar.
Epson liefert auf der CD diverse Programme mit. Diese sind noch nicht als Universal Binaries verfügbar.
Für den Test hab ich die Standard-Installation gewählt und so wurde mein Mac mit vielen Programmen und Dateien gefüttert auf die man wohl meist verzichten kann.

Einzig Epson Print CD ist auf meiner Liste der benutzbaren Tools geblieben.
Print CD ist zum Gestalten von Labels gedacht. Weitaus wichtiger ist aber die Funktion, die erstellten Label oder auch eine z.B. in Photoshop gestaltete Datei auf die richtige Stelle des Rohlings zu bringen.

Ein mitgeliefertes CD-Imitat aus Karton erleichtert die Einstellungen zur exakten Platzierung der Drucke. Dieses wird in den Tray gelegt und in den separaten Einzug für die CD/DVD-Bedruckung geschoben.

Im Druckerdialog kann man eine Testseite aufs Papier bringen um anhand des Ausdruckes die Feineinstellungen in den Settings vorzunehmen.

Danach sollten die Labels exakt auf die CD/DVD gebracht werden können. Bei mir hat es nicht auf Anhieb geklappt. Mit zu Beginn immer wieder notwendigen kleinen Anpassungen hab ich vier DVDs bedruckt, bis ich den gewünschten gleichmäßigen Randabstand erreicht hatte. Also vielleicht nicht gleich mit einem Druckauftrag beginnen, der zum Kunden muss.
Wie bei jedem Zusammenspiel von nicht professionel kalibrierten Monitoren und Druckern stimmt natürlich auch die Farbdarstellung am Monitor nicht 100% mit dem Ausdruck überein. Die Software bietet da eine integrierte Farbkorrektur an. Und da hilft einfach nur testen, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist.
Zur Verdeutlichung: Der Screenshot des Labels und der Ausdruck. Das gedruckte Ergebnis war deutlich dunkler und mit Magenta-Stich auf die Scheibe gebracht worden.


Wenn man seine Erfahrungswerte gesammelt und die Einstellungen danach korrigiert hat, dann wird Print CD und der R220 zu einer sauber arbeitenden Kombination. Der Drucker bringt Verläufe ohne erkennbare Abstufungen auf die Medienoberfläche, das Schriftbild ist exakt. Im Test wurden Verbatim-Rohlinge verwendet.
Mein Fazit: mit ein bisschen Geduld kommt man mit dem preiswerten R220 zu Ergebnissen, die sich sehen lassen können.
Links:
http://www.epson.de/product/printer/epson_stylus_photo_r220/index.htm
Treiber und Software Downloads